Die Auswahl der richtigen Patronenplatzierung hängt von einer Anzahl von Faktoren ab:
- Das sich darstellende Bild oder Stellung des Tieres,
- Die Entfernung des Jägers zum Wild,
- Die Vorstellung, wofür das Tier geschossen werden soll (Trophäe, Kopfmontage, Schultermontage, Fleisch, Tötung oder Selbstverteidigung),
- Das Kaliber und der Typ der Waffe, die benutzt wird,
- Die Kompetenz des Jägers als Schütze,
- Die Genauigkeit der Waffe,
- Die vorhandene Zeit, zur Auswahl der Platzierung der Patrone.
- Die Unwägbarkeiten, die die Patrone ggf. beeinflussen könnten (Wind, Zweige, Busch etc.)
- Die Art des Geländes, in welcher die Jagd stattfindet; die Faktoren welche ggf. das Laden oder die Verfolgung des Wildes, welches nicht gleich Tod umfällt, beeinträchtigen könnten.
Es gibt drei Basispunkte für die Platzierung eines effektiven Schusses zur Erlegung des Wildes: Das Gehirn, den Nacken und die Herz-Lungen-Schulter-Region, das "Blatt".
Ein Tier, welches in das Gehirn getroffen wird, fällt auf der Stelle erlegt um.
Die Vorteile eines Gehirnschusses sind:
- Ein "humaner" und schneller Tod
Kein Verderben der Haut oder des Fells
Kein Schaden am Fleisch
Facilitates proper bleeding of the animal
One can ascertain whether the position in which the quarry is standing is accessable for loading as the animal is not likely to move far (unless it tumbles)
Die Nachteile sind:
Wegen der kleinen Zielregion, ist das Risiko, Schaden an nicht lebenswichtigen Organen anzurichten, groß (nicht lebenswichtig aus dem Gesichtspunkt einer waidmännischen sortigen oder schnellstmöglichen Erlegung des Wildes) wie auch das Risiko einer nicht gewollten Verstümmlung des Tieres durch einen Fehlschuss.
Das Risiko, das Ziel insgesamt zu verfehlen.
Eine etwaige Entstellungen und Zerschmetterungen, des Schädels, der für eine Kopf oder Horntrophäe, unbeschädigt bleiben sollte.
Ein Gehirnschuss sollte daher nur angewendet werden wenn:
- der Fehlerspielraum durch eine nahe Distanz und eine standfeste Auflage reduziert ist, und
- der Schütze mit der Genauigkeit seiner Waffe vertraut ist wie auch mit seinen eigenen Fähigkeiten mit der Waffe.
Der Effekt eines Nackenschusses ist vergleichbar mit dem eines Kopfschusses, d. h. das Tier fällt unverzüglich um.
Auch die Vorteile sind insofern grundsätzlich die gleichen, jedoch wird beim Nackenschuss eine kleine Beschädigung des Nackenfleisches erfolgen, insbesondere, wenn ein Schuss tief und mitten durch den Knochen geht. Ein Streifschuss hingegen kaum.
Die Nachteile sind:
Das Ziel ist üblicherweise ein vertikales Gebiet, dass nicht einmal kleine fehlerhafte Abweichungen in linker oder rechter Richtung erlaubt, so dass ein Fehlschuss sehr leicht erfolgen kann.
Einige neben dem Zentrum erfolgende Einschüsse wie auch ein tiefer Streifschuss können eine zeitweise Erstarrung oder Parallelisierung verursachen, so dass - sofern man sich nicht über die Effektivität des Schusses ganz sicher ist - ein zweiter Schuss angezeigt ist, insbesondere bei den großen, gefährlichen Wildarten: Elefant, Büffel, Löwe, etc.
Die Vorteile einer in diesem Bereich platzierten Patrone sind:
Das Ziel ist in diesem Bereich groß und schließt sämtliche Bereiche des Herzens, der Lunge, der Schulter, alles was aus dem Gesichtspunkt des Fliehens oder Überlebens vital ist, ein.
Ein Schuss, der zu hoch plaziert ist, wird das Tier entweder verfehlen oder den Rücken brechen.
Ein zu weiter Schuss wird das Tier verfehlen.
Ein zu tiefer Schuss wird die Beine treffen, so dass das Tier unverzüglich verfolg tund erlegt werden kann.
Die Decke und der Kopf des Tieres werden i. d. R. nicht verletzt, so dass sich dieser Schuss für eine Kopfmontage eignet.
Die Nachteile beinhalten zwei Punkte:
Zum einem, kann ein Schuss zu weit hinten einen "Darmschuss" verursachen, welcher eine Verfolgung extrem erschwert, sofern das Tier - zunächst ohne äußerlichen Krankheitseffekt - über weite Distanzen läuft und keine Blutspur hinterlässt, später aber einen langsamen und schmerzhaften Tod an einer Bauchfellentzündung erleidet. Zum anderen kann - was für einen Fleischabschuss relevant ist - das Fleisch verderben, insbesondere, wenn die Kugel in die Schulter schlägt. Darüber hinaus können erhöhte innere Blutungen auftreten. Die Effekte auf jedes einzlene dieser Gebiete sind die folgenden:
Das Herz: Ein fataler Schuss, aber das Tier muss deshalb nicht sofort tod umfallen. Das Tier fällt vielleicht sofort um, wenn die Schulter oder Beine und das Herz getroffen werden, wenn aber nur das Herz getroffen wird, wird die Menge des Adrenalins bestimmen, wie weit das Tier rennt, bevor es tod umfällt. Ein Impala kann hunderte Meter mit einem getroffenen Herzen rennen, insbesondere wenn es sich zuvor einer Lebensgefahr bewusst war, da sich dies erhöhend auf die Adrenalinzufuhr auswirkt. Ein größeres Tier kann indes noch viel weiter rennen. Es wird von Elephanten und Büffeln gesprochen, die noch bis zu einer Meile liefen.
Die Lungen: Wie beim Herzen ein fataler Schuss. Das Tier ist "tot" auf den Füßen, weiß dies aber nicht und kann - abhängig von der Größe - beachtliche Distanzen laufen, bis es verendet. Je größer das Tier, desto weiter kann es im Einzelfall rennen.
Die Schulter: Ein Schuss in die Schulter wird möglicherweise auch entweder das Herz oder die Lunge treffen. Das Tier wird üblicherweise unverzüglich fallen. Wenn nur eine eine Schulter verletzt ist, aber die lebensnotwendigen Organe unverletzt sind, wird es sich ggf. wieder aufrichten und fliehen, was für den Jäger ein beachtliches Problem darstellt, welches durch eine schnelle Nachsuche und damit verbundenen Nachschuss behoben werden muss. Der Schulterschuss sollte von der frontalen Stellung vermieden werden, die in diesem Fall herausgestellten lebensnotwendigen Bereiche sind Herz, Lunge, Nacken und Gehirn.
Der unerfahrenere Jäger sollte einen Schulterschuss mit einem damit verursachten Herz- oder Lungentreffer anstreben, während der erfahrenere Jäger - der nicht einen gezielten Nacken oder Gehirnschuss wagt - auf die Lunge zielen sollte, was zu einem geringen Fleischschaden führt. Der Fehlerspielraum ist jedenfalls geringer als im Fall eines Herzschusses.
Wenn die Waffe entladen wurde, sollte man sich immer sofort für einen Nachschuss bereithalten, bevor man endgültig absetzt. Oftmals geht eine Kugel vorbei, das Tier wird alarmiert, aber unsicher sein, woher der Schuss kam und der Jäger hat vielleicht genug Glück für einen zweiten Schuss. Wenn ein Tier verletzt wurde und der Jäger in seiner Deckung ungesehen bleibt, kommt das Tier ihm vielleicht entgegen und erlaubt einen erneuten Schuss, selbst wenn nur ein Laufschuss getätigt werden kann, der notwendig ist, um das Tier zu erlegen.
Die Reaktion eines Tieres, wenn es getroffen ist, kann den Jäger mit einem Anhaltspunkt versorgen, wo es getroffen ist.
Mit einem Darmschuss kann es hinfallen, stolpern oder wegspringen und dann aufstehen und wegrennen. Wenn es ins Herz, die Lunge oder eine daran angrenzende Aterie getroffen ist, kann es stolpern oder springen und dann rennen, bis es kolabiert.
Es kann auch wegrennen, als ob es überhaupt nicht getroffen wäre, um dann nach einiger Entfernung zu kolabieren. Ein Punkt, der bei der Jagd auf gefährliche Tiere insofern zu beachten ist, ist der Umstand, dass das Tier, wenn es sofort umfällt, nicht sofort tod sein muss. Die Patrone kann mithin nur zeitweise Erschütterung verursacht haben. Diese Tiere sollten immer von hinten angepirscht und ein erneuter gezielter Schuss am Hinterkopf gesetzt werden.
Ein angreifender Elephant oder Nashorn sollten immer mit einem Schulter- oder Beinschuss gestoppt werden, während ein Gehirnschuss unter diesen Umständen sehr riskant ist. Er kann dann erlegt werden, wie oben erwähnt.